Jussi Adler-Olsen: Selfies

Im bereits siebten Fall bekommt es das Sonderdezernat Q mit einem besonders verzwickten Fall zu tun. Und dieses mal müssen Carl und Assad alleine ermitteln, denn Rose stürzt in eine tiefgreifende Lebenskrise...
Jussi Adler-Olsen - Selfies:
Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q

Inhalt:
Was ist nur aus der kleinen Dorrit geworden? Statt einem sorgenfreien Leben, hält sich die junge Frau (die jetzt übrigens Denise heißt) mit Sozialgeld und geplanten Schwangerschaften über Wasser. Im Wartezimmer des Sozialamtes trifft sie auf Michelle und Jazmine, die sich auch eher schlecht als recht durchs Leben mogeln. Das Trio schmiedet Pläne, um möglichst einfach an das große Geld zu kommen - doch nach einem geglückten Raubzug treten allerhand Probleme auf...
Während Carl und Assad im bisher ungeklärten Mord einer jungen Frau ermitteln und dabei Parallelen zu aktuellen Verbrechen aufecken, steckt Rose in einer existentiellen Krise. Und auch eine Mitarbeiterin des Kopenhagener Sozialamts hat seit einer Krebsdiagnose nichts mehr zu verlieren und beginnt ihren eigenen kleinen Rachefeldzug. Wo ist der Zusammenhang zwischen den Ereignissen? Und was steckt hinter Rose's Zusammenbruch? 

Meine Meinung:
Nachdem mir der letzte Fall (Verheißung) nicht mehr ganz so gut gefallen hat, bin ich von "Selfies" erfreulicherweise wieder begeistert. Adler-Olsen verwebt eine Vielzahl an Erzählsträngen zu einem stimmigen Gesamtbild, dass mich rundum überzeugt hat. Während Carl und Assad dieses mal eine eher untergeordnete Rolle spielen, deckt der Autor die Geheimnisse von Rose auf. Assad ist zwar noch geheimnisvoller, aber auch bei Rose hatte man einige Dämonen vermutet (zu Recht!). 
Das skrupellose Vorgehen des Frauen-Trios und auch der Rachefeldzug der Sozialarbeiterin Anne-Line lassen dem Leser zuweilen die Haare zu Berge stehen. Sie verbindet die Frustration über den Verlauf ihrer Leben und das damit verbundene Gefühl von Ungerechtigkeit. Auf ihre eigene Art und Weise wollen sie also Gerechtigkeit walten lassen. 
Auch wenn "Selfies" nicht den spannendsten Kriminalfall aufweisen kann, ist der Leser durch die Neugier und die Vielzahl an interessanten Persönlichkeiten und Schicksale an das Buch gefesselt.  
Und vielleicht gibt uns der Autor im achten Fall ja einen Einblick in Assad's Vergangenheit?

Fazit:
Adler-Olsen findet mit "Selfies" zu alter Stärke zurück. Auch wenn es nicht der spannendste Kriminalfall ist, bleibt eine hervorragende Geschichte voller abgedrehter Persönlichkeiten. Ich wurde wunderbar unterhalten und vergebe deshalb gerne 5 Sterne!

Mehr Infos: dtv-Verlag
Jussi Adler-Olsen: Selfies Jussi Adler-Olsen: Selfies Reviewed by Christian on 5.4.17 Rating: 5

Kommentare:

Janine B. hat gesagt…

Hallo lieber Christian! 🙂

Ich habe „Selfies“ auch kürzlich erst gelesen und vorhin rezensiert und ich hoffe, es ist für dich okay, dass ich deine Rezension in meiner unter der Überschrift “Weitere Rezensionen zu vorgestelltem Buch” verlinkt habe? Falls nicht, melde dich einfach kurz bei mir und ich lösche dich wieder raus, ja? 😉 Hier der Link: Selfies - Jussi Adler-Olsen

Alles Liebe ♥,
Janine

Christian hat gesagt…

Hi Janine,

Nein, kein Problem. Danke fürs Verlinken 😊

LG, Christian

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