L.S. Hilton: Domina

Nach dem herausragenden Erotik-Thriller Maestra ist nun mit Domina der Nachfolger entschieden. Kann er ebenso begeistern?

Inhalt:
L.S. Hilton - Domina
L.S. Hilton - Domina

Judith Rashleigh ist nach den Ereignissen von "Maestra" in Venedig abgetaucht und führt dort unter dem Namen Elizabeth Teerlinc eine erfolgreiche Kunstgallerie. Sie ist wieder in ihrem Element und kann sich auch außerhalb der Stadt schnell einen Namen machen. Doch genau diese Bekanntheit bringt sie in Bedrängnis: Für den russischen Oligarchen Jermolow soll sie eine Zeichnung schätzen - ein Angebot, dass sie nicht abschlagen kann. Doch Jermolow ist ein ebenso mächtiger wie gefährlicher Mann und ihre Vergangenheit holt sie schneller ein, als ihr lieb ist. Wird es Judith gelingen, sich weiterhin aus den Fängen ihrer Vergangenheit und der Polizei zu winden? Und wie viele Leichen werden dieses mal ihren Weg pflastern?

Meine Meinung:
Auch wenn Maestra bei den Kritikern letztes Jahr nicht gut angenommen wurde, war es eines meiner Lesehighlights 2016. Die Geschichte über eine gerissene Femme Fatale, die sich unter die Reichen und Schönen mischt und dort für kräftig Unruhe sorgt war ebenso faszinierend wie spannend. Umso höher waren natürlich meine Erwartungen an "Domina:
Das Buch startet wie es sich für einen Erotik-Thriller gehört mit Sex und dem ersten Mord (die Hintergründe davon erfährt man erst viel später in der Geschichte). Und nach der Einführung in Judiths Leben in Venedig spitzt sich ihre Lage schnell zu. Im Verlauf der Geschichte wird sie durch halb Europa reisen und dort auf allerhand bekannte Charaktere treffen. Man sollte also am besten auch den Vorgänger lesen (auch wenn das nicht zwingend notwendig ist, um der Geschichte folgen zu können).
Tatsächlich konnte mich L.S. Hilton ein weiteres mal überzeugen, auch wenn "Domina" leider nicht an den Vorgänger herankommt. Das liegt vor allem an Judith selbst, die mir dieses mal nicht mehr so sympathisch war: Im ersten Band hat sie sich eher durch unglückliche Umstände von ihrem tristen Leben befreit und konnte sich innerhalb kürzester Zeit durch ihr kompromissloses Vorgehen an die Spitze der Gesellschaft mogeln. Das gleiche Vorgehen legt sie jetzt auch noch an den Tag, aber es geht praktisch nur noch um Gier und das lässt ihre berechnende und narzisstische Persönlichkeit eher eindimensional und negativ erscheinen.
Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß beim lesen und musste über ihre Art immer wieder schmunzeln. Die Geschichte ist unterhaltsam, aber nicht ganz so spannend wie beim Vorgänger. Ich habe das Buch trotzdem praktisch in einem Rutsch gelesen und würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung der Geschichte geben würde.

Fazit:
Die Femme Fatale ist zurück! Auch wenn "Domina" nicht an den Vorgänger herankommt, war das Buch durchweg unterhaltsam, sexy und spannend. Ich vergebe 4 Sterne!

Hier kaufen: Domina (Maestra Band 2)
Mehr Infos: Piper-Verlag
L.S. Hilton: Domina L.S. Hilton: Domina Reviewed by Christian on 2.7.17 Rating: 5

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